Rateau

Eine Modellbahn-Marke Rateau gab es nicht, auch keinen Katalog (außer der Erwähnung auf einem Werbeblatt). Und doch trifft man immer mal wieder auf diesen Namen: "Materiel «Rateau»", "Fabrication Rateau".

Die Firma von René Rateau produzierte von 1954-64 (Lamming, Encyclopedie du Train-Jouet Francais) vor allem Reisezugwagen aus (Eisen-) Blech und (in geringerem Umfang) Güterzugwagen. Die Herstellung erfolgte in Heimarbeit. Die Reisezugwagen sollen aus dem Sortiment von Martin stammen. Die Produkte wurden von namhaften Modellbahnherstellern (Fex Miniatrain, JEP) und großen Modellbahnläden (z.B. RMA) unter wechselnden Namen vertrieben (z.B. die OCEM Wagen in einer Zugpackung mit der 231 H von Antal/BASCOU).

Die Reisezugwagen wurden in "normaler" Länge (= 26,5 cm) und in "verkürzter" Länge (=22,5 cm) gefertigt. Die Referenznummern der langen Wagen beginnen immer mit 21xx, die der kurzen Wagen mit 11xx. Die kurzen Wagen wurden von Fex-Miniatrain und RMA, aber nicht von JEP geliefert.

Die Stanzwerkzeuge für die Wagenkästen waren für verschiedene Grundtypen ausgelegt. Durch die Lackierung in verschiedenen Farben entstanden die Serien:

Die Reisezugwagen weisen keine Prägung auf und tragen keinen Markennamen. JEP z.B. hat alle anderen Reisezugwagen aus eigener Fabrikation (Forestier, Saucisson) mit einer Prägung versehen. Da die Wagen unter dem Namen von JEP die größte Publizität erfuhren, werden heute vielfach auch nicht von JEP vertriebene Typen unter diesem Namen angeboten. Die OCEM Wagen von Martin sind nur oberflächlich denen von Rateau ähnlich.

Die Verglasung der Fenster und Türen besteht aus Zelluloid. Griffstangen aus dünnem Draht detailieren die Türen. Die Fenster an den Stirnweiten können oval oder eckig sein. Wagenkasten und Boden sind mit Hilfe der Puffer vernietet. Die CIWL Wagen sind mit einer geprägten CIWL Plakette dekoriert.

Die Drehgestelle wurden kundenspezifisch geliefert. Die Drehgestellblenden bestehen aus Metallguß, entweder geschlossen (Modelle für JEP) oder mit freiem Durchblick neben den Federungen. Die geschlossenen Blenden für die JEP Modelle sind identisch mit den Drehgestellblenden der JEP Saucisson Waggons. Die Radsätze waren mit isolierten oder nichtisolierten Rädern lieferbar. An den Drehgestellen ist eine Haken- (JEP) oder eine Bügelkupplung montiert. Die Radlagerung erfolgt entweder direkt in den Drehgestellblenden (mit beweglich gelagerten Achsen, z.B. bei den Modellen von RMA) oder spitzengelagert in einem 'inneren' Blechträger (JEP Modelle). Außer den anders gestalteten Drehgestellen (mit leicht abgewandelten Drehgestellblenden und Hakenkupplung) haben die JEP Modelle auch runde (JEP-gemäße) Puffer (sonst länglich). Auch das Montieren von weiteren Detailierungen (z.B. Aufsteigsleitern) hing wahrscheinlich von den Wünschen des jeweiligen Auftraggebers ab. Die OCEM Wagen in den Zugpackungen von Antal/BASCOU hatten eine weitere Form der Drehgestellblenden (geschlossen, aber einfacher als JEP) und eine spezielle Kupplung.

Die Bodenbleche der Reisezugwagen weisen 2 Öffnungen für eine nachrüstbare Wagenbeleuchtung auf (wurde z.B. von JEP geliefert). Den Packwagen (Fourgon) gibt es ohne, mit einem und mit zwei Dachaufsätzen.

Die Modelle von Rateau konkurrierten direkt mit den Reisezugwagen von PMP, die aber aus Alublech gefertigt wurden. Die Preise der PMP Modelle lagen etwa um 10-15% höher. Wie (fast) alle Modelle der 50er Jahre wurden sie in den 60er Jahren durch Kunststoffmodelle anderer Hersteller vom Markt verdrängt.

Kataloge

Modelle

Literatur

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Weitere Referenzen